Kahn, Knaben, schnelle Fahrt. Eine Fantasie
Zürich und Frauenfeld: Verlag Nagel & Kimche, 1995
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Der zufällige Blick auf ein Photo, das einen verloren wirkenden Vierzehnjährigen im Pyjama zeigt, hat bei dem Schweizer Autor Christoph Geiser eine ungeahnte sprachliche Emanation zur Folge. Mit der Frage, was denn dem Knaben zugestossen sei, lockt der mehr oder weniger autobiographische Erzähler aus dem Abstand mancher Jahrzehnte die einstigen Wünsche, Irrungen, Verzweiflungen noch einmal an, um sie in eine "Fantasie" zu giessen. Im imaginären Dialog mit dem Jungen, der er war, gelingt es dem reisenden Schriftsteller, als er in der neuen Wohnung der Mutter Station macht, sich die eigenen Erinnerungen wiederzuerwerben, und was das Wichtigste ist: eine authentische Ausdrucksform für sie zu finden.
Kathrin Hillgruber, Süddeutsche Zeitung, 21./22. Oktober 1995

