Christoph Geiser

 

Zürich und Frauenfeld: Verlag Nagel & Kimche, 1984

 

 

Wüstenfahrt erzählt die Geschichte der Beziehung zwischen einem Mann (der dem Autor in vielem sehr ähnlich ist) und dessen um etliche Jahre älteren, verheirateten Freund. Es ist eine private Geschichte, intimer und gefühlsnäher als die Romane Grünsee und Brachland. Mit grosser Genauigkeit schildert sie das Entstehen von Nähe und Intimität, dann die allmähliche Entfremdung mit ihren Gefühlen der Enttäuschung, Eifersucht und Irritation, Geiser hat sich vom Stoff seiner Kindheit, der Milieuschilderung des heimatlichen Bürgertums, gelöst, um den Schritt zu wagen, ein nach wie vor heikles Thema aus subjektiver  Perspektive schreibend zu bewältigen.

 

Luzerner Neue Nachrichten, 6. Dezember 1984

 

 

 

 

 

 

 

 

< vorheriges Buch   nächstes Buch >